„Das Liegnitzer Pferdchen“ erinnert an Vertreibung

Von Andreas Kirschke Donnerstag, 17. Januar 2019
Das Lager Elsterhorst bei Hoyerswerda war Gefangenen-, Quarantäne- und Umsiedlerlager. Fotos: Stadtmuseum Hoyerswerda

Ein neuer (fiktionaler) Film thematisiert das ehemalige Lager Elsterhorst, ein Gefangenen-, Quarantäne-und Umsiedlerlager. Es befand sich in Elsterhorst, das nach Kriegsende wieder in Nard/Narć zurückbenannt wurde. Es gehört heute zur Gemeinde Elsterheide bei Hoyerswerda. Das 1938/39 errichtete Lager diente der deutschen Wehrmacht zunächst als Stammlager (Stalag IV bzw. Stalag IV A) überwiegend für polnische und tschechische Kriegsgefangene und anschließend als Offizierslager (Oflag IV-D) für überwiegend französische Kriegsgefangene. Nach Kriegsende war es kurze Zeit sowjetisches Kriegsgefangenenlager FPPL Nr. 30 für deutsche Soldaten der Wehrmacht. Von Oktober 1945 bis Anfang 1948 war es Durchgangs-, Quarantäne- und Umsiedlerlager für heimkehrende deutsche Soldaten und Vertriebene aus Schlesien, Ostpreußen, Pommern und dem Sudetenland. Sie kamen über den Bahnhof Hoyerswerda, bis das Lager am 31. März 1948 aufgelöst wurde. Andreas Kirschke berichtet über das Filmprojekt.

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