Zweisprachiges Kombinat blieb eine Illusion

Von Torsten Richter Zippack Mittwoch, 27. April 2016
Dr. Edmund Pech vom Sorbischen Institut forscht zum Verhältnis der Sorben zum Gas- und Energiekombinat Schwarze Pumpe. Foto: T. Richter-Zippack

Senftenberg/Schwarze Pumpe. Auf dem Papier liest es sich erst einmal hervorragend: Da gab es während der Aufbauzeit des Industriekomplexes Schwarze Pumpe die Idee eines zweisprachigen Kombinates, nämlich deutsch und sorbisch. Da sollten ganz bewusst sorbische Angestellte gezielt gefördert werden. Und da war geplant, die in diesem Zuge aufgebaute Hoyerswerdaer Neustadt zum Zentrum der Sorben zu etablieren. Soweit zumindest die Theorie. Die Praxis sah dann doch etwas anders aus. Wie genau, recherchiert Dr. Edmund Pech vom Sorbischen Institut Bautzen. Der Wissenschaftler befasst sich mit dem Thema „Modernisierung und Migration im zweisprachigen Gebiet – Der Aufbau des Kombinates Schwarze Pumpe und der Siedlung Hoyerswerda-Neustadt“. Jetzt hat Pech die Ergebnisse während eines von der Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur ermöglichten Vortrages im Bürgerhaus Wendische Kirche in Senftenberg präsentiert.

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