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„Eine Bombe ist auf das Kinderkrankenhaus gefallen“

Awtor: Marion Hirche stwórtk, 03. apryl 2025
Chorleiterin Irina Miroshnichenko dirigiert und spielt bei der Probe des ukrainischen Frauenchores in Cottbus. Fotos: Marion Hirche

Cottbus/Chóśebuz. Zweimal in der Woche verbringt Mariia Kravchuk ihren frühen Abend in der Evangelisch-Methodistischen Kirche in Cottbus. Sie ist Mitglied im ukrainischen Frauenchor „Paljanyzia“, der sich hier vor zwei Jahren gegründet hat. Sie ist erst seit einem halben Jahr dabei, singt aber bereits alle Lieder mit. Es sind ukrainische Volksweisen, die sie schon seit ihrer Kindheit kennt. Die 27-jährige ist mit ihrer Tochter Jarynka und ihrer Mutter Halyna aus Kiew geflohen. „Bomben sind auf das Kinderkrankenhaus gefallen. Ich hatte hier keinen Anlaufpunkt mehr und ich möchte, dass meine Kleine in Frieden aufwächst“, sagt sie. Ihr „Sonnenschein“ ist erst eineinhalb Jahre alt und ist schon der Star im Chor. Da die Männer der Familie Kravchuk in der Ukraine geblieben sind, kommt Jarynka immer mit zu den zweistündigen Proben und jeder, der beim Üben Zeit hat, kümmert sich um das aufgeweckte Mädchen. Alle haben sie gern und Jarynka legt sich mal auf den Boden und lauscht dem Gesang. „Sie weiß natürlich nicht, was gerade Schlimmes in der Heimat passiert und das soll auch so bleiben.

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